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Zunehmende Zahl der Manipulationen von digitalen Rechnungen

Veröffentlicht am von - Kategorie: E-Business

Der Versand von digitalen Rechnungen hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Reduzierung des Aufwandes im Rechnungswesen geführt. Wie eine Vielzahl von Cyber-Attacken auf die Netzwerke von Unternehmen in den letzten Monaten gezeigt hat, vergrößert sich aber auch das Risiko von kriminellen Eingriffen in die Abläufe des Zahlungsverkehrs und der Buchhaltung.

Beliebte Spielwiese für Hacker sind die Kontodaten von Lieferantenrechnungen. Unbemerkt werden E-Mails mit den versendeten Rechnungen abgefangen und die Zahlungsempfängerdaten so manipuliert, dass der Kunde nicht auf das Konto seines Lieferanten, sondern auf das Konto der Hacker überweist. Insbesondere bei höheren Rechnungsbeträgen summiert sich der Schaden hierbei auf ein für das Unternehmen schmerzhaftes Niveau.

Über eine qualifizierte elektronische Signatur und eine angemessene Verschlüsselung der Kommunikation mit Ihrem Lieferanten kann das Risiko für Manipulationen deutlich verringert werden. Organisatorische Anpassungen, wie das Überweisen ausschließlich auf vorher verifizierte Stammdaten des Lieferanten, hätten auch ganz ohne technische Anpassungen den Schaden abgewendet.

Unsere Dienstleistungen zum Schutz vor Manipulationen:

  • Unterstützung bei der Einrichtung von sicheren Verschlüsselungstechniken
  • Datenanalysen zur Aufdeckung von weiteren Unregelmäßigkeiten
  • Neustrukturierung Ihres digitalen Dokumentenmanagements
  • Einrichtung eines digitalen Workflows zur Rechnungsprüfung und Identifikation von Zahlungsempfängern
  • Schulung Ihrer Mitarbeiter zur Sensibilisierung und Erkennung von Warnhinweisen

Die Beratung für eine sichere Kommunikation mit Ihren Lieferanten und der Schutz Ihrer Daten ist nur ein Aspekt, den wir bei Schomerus seit Mitte 2018 in unserem neuen Digitalen Kompetenzbereich anbieten. Durch unseren „Quick-Check“ zur Informationssicherheit erhalten Sie bspw. einen Statusbericht zu Ihrer IT-Organisation und wertvolle Einblicke, ob Ihre Systeme vor dem nächsten Angriff aus dem Netz ausreichend geschützt sind.

Ein wesentlicher Bestandteil des Digitalen Kompetenzbereichs ist zudem die Vereinfachung von organisatorischen Abläufen durch die konsequente Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Dabei helfen wir Ihnen bei der Einführung oder Weiterentwicklung von intuitiv zu bedienenden Workflow- und Dokumentenmanagementsystemen, die zu einer deutlichen Reduzierung von lästigen Routinearbeiten ihrer Mitarbeiter führen und somit Freiheit für neue Tätigkeiten schaffen.

Die Überarbeitung Ihrer internen Prozesse und die Neuausrichtung von Datenflüssen bieten uns die Möglichkeit, die bestehenden Datenhaushalte zu optimieren und diese durch die Einführung von Business Intelligence Lösungen besser für entscheidungsnützliche Controlling- und Reportingtools – insbesondere zur Vertriebssteuerung – nutzbar zu machen. Durch diese gezielten „Big Data“-Analysen kitzeln wir wertvolle Informationen aus Ihren Daten zur Untermauerung von strategischen Entscheidungen, so dass Sie Ihre Erfolgschancen nicht aus den Augen verlieren und diese weiter effektiv nutzen können.

Ergänzend stehen wir Ihnen für individuelle Fragen bei der Implementierung und Weiterentwicklung von Systemen zum unternehmerischen Risikomanagement und zur Compliance mit steuerlichem Hintergrund gerne zur Seite.

Vorsicht, Scheinselbstständigkeit!

Veröffentlicht am von - Kategorie: Arbeitsrecht

Vorsicht, Scheinselbstständigkeit!

Haben Sie Selbstständige in Ihrem Betrieb, die per Rechnung über ihre Leistungen abrechnen?

Prüfen Sie sorgfältig, ob wirklich und nachvollziehbar eine selbstständige Tätigkeit vorliegt oder vielleicht doch faktisch eine Angestelltentätigkeit. Die Behörden können nämlich von einer (lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigen) abhängigen Beschäftigung ausgehen, obwohl vertraglich eine freie Mitarbeit vereinbart wurde. In diesem Fall handelt es sich um eine sogenannte scheinselbstständige Tätigkeit.

Hier ist Vorsicht geboten, denn die Behörden führen derzeit deutlich verschärfte Prüfungen durch. Insgesamt wird überprüft, ob der Betroffene tatsächlich frei und unternehmerisch tätig wird, oder eher wie ein Arbeitnehmer in eine fremde, d.h. Ihre Arbeitsorganisation eingegliedert ist und tatsächlich kein typisches Unternehmerrisiko trägt. Die Maßstäbe hierbei sind:

  • Weisungsrecht des Auftraggebers hinsichtlich der Tätigkeit (z. B. Inhalt, Durchführung, Zeit, Dauer und Ort) – hierbei wird unter anderem berücksichtigt, dass heutzutage Themen wie Arbeitszeit und -ort auch im Rahmen von Dienstverhältnissen mit Arbeitnehmern generell flexibler gehandhabt werden.
  • Verantwortung und Haftung des Auftragnehmers – schuldet der Auftragnehmer lediglich seine Arbeitszeit oder muss er für ein bestimmtes Ergebnis einstehen?
  • Unternehmerrisiko – hat der Auftragnehmer eigene Mitarbeiter und setzt er eigenes Kapital ein, oder leistet er allein durch seine eigene Arbeitszeit?

Allein der Umstand, dass der Betroffene noch weitere Auftraggeber hat, ist nicht mehr maßgebend! In der Vergangenheit konnte man hiermit regelmäßig gut argumentieren, doch dies wird in der Regel nicht mehr akzeptiert. Auch die Gewährung des Gründungszuschusses durch die Arbeitsagentur hat diesbezüglich keine Aussagekraft.

Demnach heißt es wirklich: Auf der Hut sein! Insbesondere einzelne Selbstständige, z. B. im kreativen, redaktionellen, IT- oder Pflegebereich, die für einen bestimmten Zeitraum für Ihr Unternehmen tätig sind und eine auf die Arbeitszeit bemessene Vergütung erhalten, stehen eindeutig im Fokus. Während Sie die lohnsteuerlichen Konsequenzen mit den richtigen Maßnahmen noch abfedern können, können nachgeforderte Sozialversicherungsbeiträge teuer werden:

Die Behörden können nämlich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zuzüglich Säumniszuschläge für die letzten vier Jahre, in schweren Fällen sogar für 30 Jahre, nachfordern. Hier hilft nur ein aktives Monitoring hinsichtlich der Handhabung bei Auftragnehmern, dies ist Teil des Compliance-Managements im Unternehmen. Wir haben hierzu ein mehrstufiges System entwickelt, das wir Ihnen bei Bedarf sehr gern vorstellen.

Veranstaltungshinweis

Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie bei unserer kostenlosen Mandantenveranstaltung am 29. September 2016. Wir freuen uns auf Sie!
Jetzt anmelden:

www.schomerus.de/veranstaltungen

Ihre Ansprechpartner

Sprechen Sie uns bei Fragen oder weiterem Beratungsbedarf an – wir unterstützen Sie gern:

Karin Häßler
Steuerberaterin, Fachberaterin für
Internationales Steuerrecht, Partnerin

Tel. Sekretariat: 040 / 37 601 – 22 26
karin.haessler@schomerus.de

Dr. Volker Vogt, LL.M.
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Partner

Tel. Sekretariat: 040 / 37 601 – 23 48
volker.vogt@schomerus.de