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Förderung energetischer Sanierung – Keine Abschreibungen, aber erhöhte KfW-Förderung

Veröffentlicht am von - Kategorie: Immobilienwirtschaft

Wärmedämmung, HausisolierungDie energetische Sanierung von Gebäuden wird aktuell auf Bund-Länderebene kontrovers diskutiert. Der Vorschlag, 10 bis 25 % der Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen rückwirkend zum 1. Januar 2015 bei den Immobilieneigentümern über einen 10-Jahres-Zeitraum steuerlich abzuziehen, wurde länderseitig abgelehnt. Eine Umsetzung dieses Vorschlags hätte in Verbindung mit bestehenden Förderangeboten der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vielerorts die energetische Investitionsbremse gelöst und zudem einen relevanten Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung geleistet. Auch wenn damit eine Reduzierung der Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen verbunden gewesen wäre, wäre ein gesamtwirtschaftlich positiver Effekt zu erwarten gewesen.

Soweit Handwerker Leistungen aus dem Bereich der energetische Sanierungen (Dachisolierungen, Wandisolierungen, Fenster und Türen, Heizungsanlagen etc.) erbringen, sollten diese daher ihre Kunden nicht nur auf die bestehende Steuerermäßigung auf Handwerkerleistungen hinweisen, sondern auch auf die Förderungsprogramme der KfW verweisen. Diese beinhalten Einmalzuschüsse oder auch günstige Kredite. Diese Vergünstigen bleiben somit bislang die einzigen Marketinginstrumente für steuerinduzierte Bewerbung von energetischen Sanierungen. Dies gilt für KfW-Programme umso mehr, da diese zuletzt aufgestockt worden sind (z.B. Investitionszuschuss von 10 auf 15 %, max. € 18.750 je Wohneinheit).

Tipp: Da es dem Vernehmen nach aufgrund der derzeitigen Verunsicherung und den daraus resultierenden Nachfragen, insbesondere bei der KfW, nicht unwahrscheinlich ist, dass die Diskussion um (zusätzliche) Abschreibung wieder aufgenommen wird, sollten Handwerker diesbezüglich auf dem Laufenden bleiben.